Wir danken für die Unterstützung der Fortbildung Intensivberatung durch Wir danken Herrn JanssenJanssen-Cilag Pharma GmbH und
Wir danken Herrn JanssenTakeda Pharma Ges.m.b.H.

Projektnutzen für Patienten und Angehörige

Seit den 1980er Jahren weist die WHO immer wieder (zum Beispiel in den Konzeptionen von Palliative Care)2 darauf hin, dass Gesundheit sich keinesfalls nur auf die physische Dimension beziehen darf. Die Interaktionen zwischen Körper und Psyche haben längst ihren Niederschlag in den Ansätzen der psychosomatischen Medizin gefunden; die beiden anderen Dimensionen von Gesundheit, nämlich die soziale und spirituelle Dimension sind inzwischen auch hinlänglich beschrieben und insbesondere in ihrer präventiven Wirkung für Gesundheit und Arbeitsfähigkeit darstellbar.

Die wichtigsten Elemente in der Arbeit der Intensivbetreuung und -beratung sind gleichzeitig auch deren größter Nutzen:


  • Lückenschließung zu bestehenden Angeboten
    Durch den frühen Interventionszeitpunkt (unmittelbar im Kontext der Diagnosestellung) trifft unser Beratungsangebot zum frühestmöglichen Zeitpunkt insbesondere die soziale Dimension sowohl der Erkrankung wie auch möglicher Krankheitsfolgen im Arbeitsplatzbereich von Patientinnen und Angehörigen
  • Vermeiden von Betreuungslücken im Bereich von Psychologie, Psychoonkologie und Sozialarbeit
    Die Zusammensetzung des Projektteams bzw. die bisherigen und angestrebten Kooperationen ermöglichen multiprofessionelle Lösungsangebote
  • Gewährleistung von kontinuierlicher Betreuung während und nach Spitalsaufenthalten
    Durch die angebotene Intensivbetreuung und -beratung können Lücken bzw. Abbrüche im Beratungs- und Betreuungsprozess vermieden werden; der doppelte Fokus auf Gesundheit und (zukünftige) Arbeitsfähigkeit bleibt erhalten
  • Vermeiden von wechselnden Ansprechpartnern
    Das aufgebaute Vertrauensverhältnis zwischen dem Beratungssystem und dem Klientensystem kann auch zwischen und nach Spitals- bzw. Rehabilitationsaufenthalten genutzt werden
  • Integration der Angehörigen in Beratung und Begleitung
    Das Einbeziehen der Angehörigen und das parallele Unterstützungsangebot für diese ist sicherlich eine Schlüsselfunktion und ein Erfolgsgeheimnis des Projektes; die Angehörigen können sich besser auf die Bedürfnisse der PatientInnen konzentrieren und fallen nicht als Schaltstelle im Betreuungsprozess aus. Gleichzeitig werden zusätzliche emotionale Anstrengungen und Überforderungen durch die angebotene Unterstützung vermieden oder minimiert. Dies entspricht dem systemischen Verständnis unserer Projektkonzeption und den darauf aufbauenden Interventionen.
  • Vermeidung von weiteren Erkrankungen im Familiensystem
    Die Aufrechterhaltung von Gesundheit und das Vermeiden weiterer Erkrankungen ist eines der wichtigsten Projektziele; Angehörige können gesund bleiben, Patientinnen genesen besser.
  • Reduktion von Kosten
    Die bisher formulierten Dimensionen von Nutzen sind kostenrelevant; dies wird sich in der Projektauswertung exemplarisch und im Verhältnis zu den investierten Beratungskosten darstellen lassen.
    Im Zuge der ersten Auswertungen und der begleitend laufenden Recherchen sind wir in der Literatur noch auf eine Kostendimension gestoßen, die wir zunächst nicht im Blick hatten: aus dem Bereich der Forschung über Auswirkungen von Mediation im Arbeitsbereich lassen sich Konflikt-und Belastungskosten3 aufzeigen, die im Zuge von Erkrankungen in Teams/am Arbeitsplatz auftreten und vermieden werden können.


2 Vgl. die aktuelle Definition: http://www.who.int/cancer/palliative/definition/en/, aufgerufen am 26.06.2014
3 Mader S, Eine Analyse sozialer Konflikte in Unternehmen unter besonderer Berücksichtigung von Ansätzen zur Quantifizierung der Konfliktkosten sowie spezifischer innerbetrieblicher Aspekte der Konfliktvermittlung, Draft, Wien 2010; Insam A, Konliktkosten – Identiizieren, veriizieren, reduzieren, in: Die Wirtschaftmediation 1/2012, 8-10