Wir danken für die Unterstützung der Fortbildung Intensivberatung durch Wir danken Herrn JanssenJanssen-Cilag Pharma GmbH und
Wir danken Herrn JanssenTakeda Pharma Ges.m.b.H.

Projektidee

Die Idee zum Projekt "Intensivbetreuung und -beratung von gesundheitlich beeinträchtigten Menschen und deren soziales Umfeld zur Förderung der Reintegration in den beruflichen Alltag" ist durch die Weiterentwicklung im Kontext onkologischer Rehabilitation entstanden: Hier wird seit kurzem für schwere Krankheitsverläufe die medizinisch-pflegerische Rehabilitation und alle dafür notwendigen Leistungen durch die Sozialversicherungsträger finanziert.
Der Fokus liegt jedoch prioritär auf der Wiederherstellung physischer Gesundheit bzw. auch auf psycho-onkologischen Aspekten. Nicht finanziert wird dabei die Förderung sozialer Gesundheit (Erhalt der Arbeitsfähigkeit bzw. Reintegration in den beruflichen Alltag). Im Zuge von (onkologischen) Rehabilitationsmaßnahmen kommen zwar Bedarf und Bedürfnisse zu Interventionen im beruflichen und privaten Umfeld in den Blick - diese werden aber in der Regel nicht oder nicht nachhaltig von den Rehabilitationseinrichtungen aufgenommen und/oder bearbeitet. Hier setzt das Projekt durch Intensivbetreuungs- und -beratungsangebote an und schließt damit eine wesentliche Lücke, die im Sinne einer nachhaltigen Rehabilitation bislang offen gestanden ist.

Es ist davon auszugehen, dass auch andere Erkrankungen, die einen längerfristigen Verlauf nehmen und Rehabilitationsmaßnahmen erfordern, die gleichen Lücken und damit die gleichen Hindernisse zur Rückkehr in einen befriedigenden und belastbaren Berufsalltag darstellen. Hier ist insbesondere an Krankheitsbilder zu denken, die umgangssprachlich mit Herzinfarkt, Schlaganfall und/oder Burn-Out umschrieben werden. All diese Krankheitsbilder (die sicherlich noch spezifizierter und detaillierter aufzunehmen sind) haben sowohl das Potenzial, zu chronischen Verläufen zu führen wie auch die Konsequenz, dass die Arbeitsfähigkeit eingeschränkt oder vorübergehend verunmöglicht wird.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt, der zum Beispiel von der Weltgesundheitsorganisation lange schon aufgezeigt wird, ist die erweiterte Aufmerksamkeit auf die An- und Zugehörigen von chronisch erkrankten Menschen, die allzu leicht im Krankheitsverlauf selbst erkranken und/oder – wenn die Aufmerksamkeit beim erkrankten Partner ist – nur noch eingeschränkt arbeitsfähig sind oder für eine bestimmte Zeit ganz aus der Erwerbsarbeit ausfallen. Hierbei ist davon auszugehen, dass bis zu 80 % der Angehörigen in Mitleidenschaft gezogen werden und starke Belastungserscheinungen in irgendeiner Art aufweisen1.


1 Rambauske-Martinek L, Nickels A, Greil R, Nicht nur ich bin krank – meine Familie leidet mit! In: Medizin in Salzburg 10/2011, 10-11